Die B-Boy-Mode begann, als einer Gruppe von Breakern aus der Bronx klar wurde, dass Trainingsanzüge genauso gut aussehen, wenn man mit dem Jackhammer auf die Barrikaden geht.
Um über B-Boy-Mode zu sprechen, müssen wir zunächst ihre Anfänge betrachten. In den späten 70ern und frühen 80ern gab es in Amerika einen massiven kulturellen Wandel und damit war ein neues Musikgenre geboren. Hip-Hop setzte sich für die marginalisierten Jugendlichen der Gesellschaft ein und lehnte die damalige weiße Elite ab. Hip-Hop begann in den USA für Aufsehen zu sorgen und wurde zu einer wichtigen Größe in New York City. Zu dieser Zeit stand NYC am Rande des Bankrotts. Doch aus der Verzweiflung erwuchsen eine Vielzahl von Puma Suede rockenden DJs, darunter Grandmaster Flash, DJ Kool Herc und Afrika Bambaataa. Diese „The Three Kings“ genannten musikalischen Renegaten zogen ihre Trainingsanzüge an und drehten in der Musikszene der Bronx buchstäblich den Spieß um – und die B-Boy-Mode folgte bald darauf.
Oben: Eine Gruppe einheimischer B-Boys aus Großbritannien zeigt 1984 in Stockport, Greater Manchester, ein paar Moves.
B-Boying, eine Unterform der Hip-Hop-Subkultur, drehte sich um Straßentanz und bot eine Plattform für die Entstehung einer der innovativsten Kunstformen ihrer Zeit. Einer der ersten großen Trends in der B-Boy-Mode war das Tragen von Sportbekleidung. Marken wie Kappa, Puma und die allseits bekannten Adidas dominierten die Straßen und Clubs. Doch Kleidung war nicht der einzige wichtige Teil der Garderobe. Wie bei den meisten Stilen spielte das Schuhwerk eine wichtige Rolle bei der Etablierung der B-Boy-Mode als König der Zeit. Adidas Gazelles, Puma Suedes und Converse All-Stars ergänzten die bunten Klamotten und stellten sicher, dass diese der Schwerkraft trotzenden Tänzer bei ihren Pop- und Lock-Routinen aus der Masse hervorstachen.
Oben: Die New York City Breakers in klassischen Adidas-Trainingsanzügen im Jahr 1983.
In den späten 80ern und frühen 90ern erlebte Hip-Hop in Amerika ein exponentielles Wachstum und gewann an Popularität in den Massenmedien. Künstler wie Public Enemy und Run DMC führten den anhaltenden Trend an. Klassische 80er-Jahre-Dance-Filme wie Wild Style, Beat Street und Flash Dance brachten B-Boying auf die globale Medienbühne. In jüngerer Zeit erschienen mehrere Dokumentationen und Serien, die diese Ära porträtierten. Die von Kritikern gefeierten Netflix-Serien „The Get Down“ und „Hip-Hop Evolution“ trugen dazu bei, diese weltweit beliebte Bewegung zu bewahren.
Oben: Klassische B-Boy-Mode mit dem adidas Superstar Trainingsoberteil in Power-Rot, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Oben: Klassische B-Boy-Mode mit der adidas Superstar Trainingshose in Power-Rot, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Es dauerte nicht lange, bis B-Boying seinen Weg nach Großbritannien fand und Größen wie Liam Howlett von The Prodigy beeinflusste.
Als wir ihn fragten, was ihn an dieser Kultur so faszinierte, sagte Howlett, er sei vom „New Yorker Breaker-Stil mit den dicken Streifen der Puma-Trainingsanzüge“ beeinflusst worden. Nostalgisch fügte er hinzu: „Mein Freund kam in einer Kappa-Trainingsjacke zur Schule, die uns total umgehauen hat. Ich erinnere mich noch, dass ich zu Weihnachten einen leuchtend blauen Sergio-Trainingsanzug bekommen habe. Ich bin rausgegangen und hingefallen und habe mir ein Loch ins Knie gerissen. Ich war am Boden zerstört!“
Oben: Klassische B-Boy-Mode mit dem Kappa Anniston Banda Trainingsoberteil in Grün/Weiß, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Oben: Klassische B-Boy-Mode mit dem Sergio Tacchini Dallas Trainingsoberteil in Himmelblau/Rot/Weiß, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Nottingham war der angesagteste Treffpunkt für B-Boys in Großbritannien. Der Nachtclub „Rock City“ war Treffpunkt für Hunderte aufstrebender Breaker. Der legendäre Drum-’n’-Bass-DJ Goldie besuchte den Club regelmäßig und bezeichnete ihn als sein „zweites Zuhause“. Goldie sagte: „Nottingham Rock City – man wusste von der ganzen Schande, bevor man überhaupt dort war.“ war alles, es war die Musik, das Mädchen zu erobern und großartig auszusehen.“
Oben: Klassische B-Boy-Mode mit dem adidas Gazelle-Sneaker in Petrolblau/Weiß, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Oben: Klassische B-Boy-Mode mit dem Puma Suede Classic Sneaker in Schwarz/Weiß, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Was einst nur Mundpropaganda war, entwickelte sich zu einer Internet-Sensation. Mit MTV und anderen populären Medienkanälen ist die Bedeutung dieser Subkultur kaum zu unterschätzen. B-Boying ist so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass bereits darüber diskutiert wird, Breakdance bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris zu einer offiziellen Disziplin zu machen.
Zeit, Linoleum, Boombox und „fette“ Schnürsenkel im Casual Classics-Stil der 80er auszupacken!