Wenn es um Fußballnostalgie bei englischen Fußballfans und -anhängern geht, ist „Italia 90“ ganz sicher ein echter Knaller.
Italia 90 war das erste große Fußballturnier der 1990er Jahre, einem Jahrzehnt, das wohl zu den erfolgreichsten für England auf internationaler und europäischer Ebene zählte. Mit dem Aufkommen der Rave-Kultur Ende der 80er Jahre und dem Fall der Berliner Mauer 1989 markierte Italia 90 auch den Beginn einer neuen Ära in Europa. Und obwohl Deutschland 1990, ein Jahr vor dem offiziellen Zerfall der Sowjetunion, noch immer in Ost und West geteilt war, war klar, dass die Feierlichkeiten zu Einheit und Frieden auch beim größten Fußballturnier der Welt fortgesetzt werden würden. Die Partystimmung des Turniers wurde durch Karnevals- und Partyveranstaltungen auf den mit Rollern überfüllten, gepflasterten Straßen von Rom, Verona, Genua, Bologna, Neapel, Florenz, Mailand und Turin noch verstärkt.

Oben: Flaggen und Fans. Englische Fußballfans bei Italia 90'.
Doch hinter Fanfaren, Fahnen und Fußballfestivitäten beherrschte die englische Krankheit des Fußballrowdytums während des gesamten Turniers ebenso die Schlagzeilen wie die Spiele selbst. Es begann damit, dass die Boulevardpresse die Unruhestifter selbst in Bildern und Wortspielen anprangerte, was später in den 1990er Jahren dazu führte, dass englische Fußballrowdys öffentlich an den Pranger gestellt und ihre Pässe eingezogen wurden. Bei Italia 90 gingen die italienischen Behörden autoritär gegen englische Hooligans vor, was manchmal dazu führte, dass jeder, der ein englisches Trikot trug, festgenommen und inhaftiert wurde. Hunderte englische Fans wurden festgenommen und anschließend nach Heathrow zurückgeflogen, um den Ärger zu minimieren. In typischer englischer Fußballfan-Manier waren es die umherfliegenden Plastikstühle und Glasflaschen, die den Einheimischen die meisten Probleme bereiteten.

Oben: Typische Szenen mit englischen Fans und der italienischen Polizei bei Italia 90'.
Zu den Höhepunkten des Turniers zählte Kamerun, das als eine der ersten afrikanischen Mannschaften überhaupt das Viertelfinale erreichte. Für England waren es die berühmten Tränen von Gazza, als man im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Westdeutschland ausschied. Die Westdeutschen gewannen anschließend die Weltmeisterschaft, wobei Bayern-München-Fußballlegende Franz Beckenbauer weitere internationale Trophäen gewann – diesmal allerdings als Trainer. Es war zugleich das letzte internationale Turnier vor der deutschen Wiedervereinigung.

Oben: Eine Auswahl an
Goodies zum 30. Jubiläum von Italia 90, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Was die Weltmeisterschaften der letzten 30 Jahre angeht, kam keine an die WM 1990 in Italien heran, und dafür bedarf es wohl schon außergewöhnlicher Leistungen. 2020 markiert den 30. Jahrestag der WM in Italien, und in echtem italienischen WM-Geist haben wir jetzt eine Auswahl fußballinspirierter Goodies für die Sommersaison vorgestellt. Wir haben sowohl die weiße (Heimtrikot) als auch die blaue (Ausweichtrikot) Version des englischen Fußballtrikots von 1990, wie es von Spielern wie Paul „Gazza“ Gascoigne, Gary Linekar, David Platt, Stuart Pearce, Paul Parker und Peter Beardsley getragen wurde.

Oben: Das
blaue dritte Trikot der englischen Nationalmannschaft von 1990, Italien, jetzt erhältlich bei 80s Casual Classics.
Zur Feier des 30. Jubiläums von Italia 90 haben sich Weekend Offender mit dem Illustrator Josh Parky Art aus West Yorkshire zusammengetan, um ein exklusives, von der Weltmeisterschaft inspiriertes Design zu entwerfen. Das „Chairs“-Design zeigt typische England-Fans beim Turnier der frühen 90er mit Plastikstühlen, Alkohol, Sonnenstreifen, Union-Jack-Shorts und Adidas-Turnschuhen. Weekend Offender präsentiert außerdem das „Fans“-T-Shirt mit einem Originalfoto des Turniers und dem Text des New-Order-Songs „World in Motion“.

Oben: Das
T-Shirt „Chairs“ von Weekend Offender x Josh Parky Art ist jetzt bei 80s Casual Classics erhältlich.